Die neue Pfarrkirche (um die Mitte des 19. Jahrhunderts)

Im Dezember 1855 kam es erneut zu einer Kampfwahl um die Pfarreileitung. Diesmal obsiegte der Kandidat der liberalen Kreise, Professor Alois Staub von Zug, ein intellektueller, liberaler Katholik.


Kaum im Amt musste Pfarrer Staub sich um den Neubau der Pfarrkirche kümmern und vor allem Geld erbetteln. Das Projekt und die Bauführung verantworteten die Fabrikherren und der von ihnen beauftragte, reformierte Zürcher Architekt. Während der drei Jahre dauernden Bauzeit leisteten die Unterägerer viel Fronarbeit. Die Fabrikarbeiter hatten an Feiertagen ohne Lohn für die Kirchenbauschuld zu arbeiten. Am 14. Oktober 1860 fand die Einweihung statt. Unterägeri besass jetzt die grösste im Kanton und einen immensen Schuldenberg.