Gedächtnis und Jahrzeitstiftung


Nach wie vor ist die Gemeinschaft eine Stütze in der Trauer. So möchte die Kirche mit ihren Traditionen auch heute die Trauernden begleiten.

Das 2.Gedächtnis (Dreissigste)
Die Erfahrung bestätigt immer wieder, dass nach all den Abklärungen und der grossen Anteilnahme eine Leere bei den Trauernden eintritt. Da ist es gut, sich nochmals zu treffen, für den Verstorbenen zu beten und Gott um Kraft für den eigenen Weg zu bitten. Dies findet meist am Samstag im Vorabendgottesdienst statt.

Das 1.Jahresgedächtnis
Das 1.Jahr ohne den Verstorbenen gestaltet sich für die Angehörigen am Schwierigsten. Jede Jahreszeit bringt ihre besonderen Erinnerungen und der Schmerz ist wieder da. Daher kann es tröstlich sein, nochmals in einem Gottesdienst an die verstorbene Person zu denken und die Gemeinschaft als tragende Kraft zu erfahren. Die Angehörigen sind eingeladen, sich rechtzeitig beim Pfarramt zu melden und ein Datum festzulegen. Meist ebenfalls am Samstag im Vorabendgottesdienst.

Gestiftete Gedächtnisse oder Jahrzeitstiftung 
Ein guter Volksbrauch ist, dass während der kommenden Zeit jährlich in einem Gottesdienst an die verstorbene Person gedacht wird. Viele Familien organisieren dies als Familientreffen mit Gottesdienstbesuch. Die Angehörigen einer verstorbenen Person können jährlich dies neu mit dem Pfarramt vereinbaren (dies wäre dann ein gestiftetes Gedächtnis). Es besteht aber auch die Möglichkeit eine Jahrzeitstiftung einzurichten. Auf einem Dokument wird festgelegt, an welchem Datum an die verstorbene Person in einem Gottesdienst gedacht werden soll. Die Dauer der Jahrzeitstiftungen sind 10 Jahre oder 20 Jahre.
Für eine Gedächtnismesse wird eine Gebühr von Fr 10.-- erhoben. Mit diesem Betrag werden Priester in Missionsländern finanziell unterstützt.