Versöhnungsfeier


Versöhnungssakrament (Beichte)

In der 4. Klasse steht das Sakrament der Versöhnung an. Oder wie es von früher bekannt ist, die Beichte. In der Pfarrei wird das schon vielenorts angewendete Modell des Versöhnungsweges vorbereitet und durchgeführt. So gehen die Kinder, begleitet durch eine Person ihres Vertrauens (meistens ein Elternteil), auf einen Weg der Besinnung. Am Ende des Weges findet das Gespräch mit dem Priester statt. Das Kind kann entscheiden, ob die Vertrauensperson beim Gespräch dabei sein soll oder nicht.Natürlich kann hier angefügt werden, dass solch ein Gespräch im Normalfall die meisten Kinder mit ihren Eltern führen. Dies ist auch richtig und wünschenswert. Doch hier geht es um eine Perspektive in die Zukunft. Wenn das Kind beim Versöhnungsweg gute Erfahrungen macht, wird es sich später in einer „schwierigen Lebenssituation“ an diese Möglichkeit erinnern. Davon sind wir überzeugt. Diese Erfahrung vermag vielleicht einen jungen Menschen vor manch zweifelhaften und sektenhaften Angeboten retten.



Zum Sakrament der Versöhnung (Beichte)

Das Sakrament der Beichte ist bei den Erwachsenen oft verbunden mit unangenehmen Erinnerungen. Viele erlebten das Sakrament als einen Zwang und eine auf das „Herunterleiern von angeblichen Fehlern“ beschränkte Pflichtübung. Bedenken wir die eigentliche Absicht dieses Sakramentes, birgt es heute noch eine grosse Befreiung. Es geht um das vertrauensvolle Gespräch mit einem vis-à-vis, bei dem ich eingeladen bin, mein Leben mit den Schatten- und Sonnenseiten anzusehen. Der Priester darf zum Abschluss die befreiende Botschaft zusprechen, dass Gott den Beichtenden annimmt mit all seinen gelungenen und misslungenen Seiten. Eigentlich ein sehr befreiender Zuspruch in einer Welt, in der ausschliesslich die Leistung zählt.