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10.04.2020, 01.00

Mein Freund Hugo fand ein Gefühl des Friedens, als er im Krankenhaus die Diagnose erhielt, dass der Krebs sich schon über den ganzen Körper ausgebreitet hatte. Nach einer Zeit der Unsicherheit hatte er nun den Punkt erreicht, an dem es keine andere Wahl gab, als sich den Ergebnissen zu ergeben. Er übergab sein Leben ganz bewusst an Gott und gab ihm vertrauensvoll seinen Geist. Es war sein Moment der Vereinigung mit dem Christus von Golgatha, denn auch Jesus hatte seine Zeit der völligen Hingabe. Er wusste, wie es war, ganz loszulassen.

Es war um die sechste Stunde, als Jesus mit lauter Stimme rief: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten hauchte er den Geist aus“. (Lukas 23:46) Diese Worte, die aus den Tiefen des Herzens Jesu gesprochen sind, gehen zum Herzen des Lebens selbst. Sie sagen alles. Es ist ein Gebet der völligen Hingabe an den Vater, ein Gebet der völligen Verlassenheit und zugleich des unerschütterlichen Vertrauens. Uns in völliger Verlassenheit Gott, dem Vater zu empfehlen, ist eine Herausforderung für unser alltägliches Leben. Allzu leicht verlieren wir das Vertrauen und die Hoffnung auf Gott, wenn unser eigenes Leben durchkreuzt wird und wir leiden müssen. Wir lassen wir zu, dass Schmerz und Trauer unsere Augen von Gott abwenden und stattdessen kreisen wir um uns selbst.

Nicht nur im Moment unseres Todes sind wir aufgefordert, Gott unser Leben anzuvertrauen. Tag für Tag müssen wir unsere Ängste, Sorgen, Zweifel und Entmutigungen in die Hände des Heiligen geben, mit der vollen Hoffnung, dass Gott uns niemals im Stich lassen wird, auch wenn wir uns manchmal verlassen fühlen.

Heute reflektieren wir über diese Worte unseres Herrn. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Beten wir mit Jesus diese Worte. Sie regen uns an zu fragen: Was bereitet mir am meisten Angst, Furcht, seelische Qual und Sorgen? Kann ich dies als meine Golgatha-Verbindung erkennen? Als Aufruf zur Hingabe diesen Teil meines Lebens Gott anzuvertrauen?

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